Kundgebung gegen Polizeikontrollen und Polizeigewalt 04.09. 19:00

French and english translation below!

Seit dem Inkrafttreten der Corona-Maßnahmen haben Polizeikontrollen in Dresden stark zugenommen. Doch auch nach dem Lockdown und bis heute hat sich die Intensität von Polizeimaßnahmen nicht verringert.

In der Neustadt ist die Polizeipräsenz hoch und ständig fahren Streifen-und Einsatzwagen durchs Viertel. Es finden Polizeioperationen statt, bei welchen Personen angehalten und durchsucht werden. So gab es beispielsweise Anfang August 2020 in der Neustadt einen Einsatz, bei welchem nach Drogen gesucht wurde. Dabei wurden 61 Personen kontrolliert, 11 Personen erhielten eine Anzeige. [1]

Die ständige Präsenz und Kontrolle durch Polizei in der Neustadt ist ein Zustand, welcher ein Klima der Verunsicherung bei den hier Wohnenden schafft. Auch im Rahmen der Anti-Pegida Proteste kommt es regelmäßig zu Übergriffen auf Teilnehmer*innen der Proteste durch die Polizei.

Aber nicht nur in Dresden, auch in anderen Städten Deutschlands ist das Verhalten der Polizei geprägt von Gewalt. Sowohl in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf sind in den letzten Wochen Vorfälle von Polizeigewalt und Fehlverhalten bekannt geworden. Diese reihen sich ein in eine andauernde, nicht abreißende Aneinanderreihung von Vorfällen von Übergriffen durch die Polizei.

Aus diesen Gründen rufen wir zu einer Kundgebung gegen Polizeigewalt und Polizeiwillkür am 04.09.2020, um 19:00 am Krawalleck (auch Assieck genannt) auf. Es wird die Möglichkeit eines Open Mics geben, damit Leute über ihre Erfahrungen mit der Polizei berichten und ihren Unmut ausdrücken können.

Hard Facts:
Was: Kundgebung gegen Polizeikontrollen und Polizeigewalt

Wann: 04.09.2020 (Freitag), 19:00

Wo: Ecke Louisenstr./Goerlitzerstr. in der Dresdner Neustadt

[1]https://www.dnn.de/Dresden/Polizeiticker/Dresdner-Neustadt-Polizei-im-Grosseinsatz-gegen-Kriminalitaet

ENGLISH


Call for demonstration against police controls and police violence

Since the Corona regulations came into force, police controls in Dresden have increased significantly. But even after the lockdown and until today, the intensity of police measures has not reduced.

In the Neustadt, police presence is high and police patrol and emergency vehicles are constantly driving through the quarter. Police operations take place, where people are stopped and searched. For example, at the beginning of August 2020 there was an operation in Neustadt where police was searching for drugs. During this operation 61 people were controlled, 11 people received a charge. [1]

The constant presence and control by police in the Neustadt is a state of affairs that creates a climate of insecurity among those living here. Also in the context of the anti-Pegida protests, there are regular attacks by the police on participants in the protests.

Not only in Dresden, but also in other German cities, police actions are characterized by violence.In Hamburg, Frankfurt and Düsseldorf, incidents of police violence and misconduct have become known in recent weeks. These are part of a continuous, uninterrupted series of incidents of police assault.


For these reasons we call for a demonstration against police controls and police violence on 04.09.2020, at 19:00 at the corner of Louisenstrasse/Görlitzerstrasse. There will be the possibility of an Open Mic, so people can talk about their experiences with the police and express their frustration.

Hard facts:
What: Rally against police checks and police violence

When: 04.09.2020 (Friday), 19:00

Where: Corner Louisenstrasse/Görlitzerstrasse

[1]https://www.dnn.de/Dresden/Polizeiticker/Dresdner-Neustadt-Polizei-im-Grosseinsatz-gegen-Kriminalitaet


Fran¢ais


Appel à la mobilisation contre les contrôles de police et les violences policières.


Depuis l’introduction des mesures face au Corona-Virus, les contrôles de police à Dresde ont considérablement augmenté. Mais même après le confinement et jusqu’à aujourd’hui, l’intensité des mesures de police n’a pas diminué.

Dans la Neustadt, la présence policière est extremement forte et des véhicules de patrouille et d’urgence circulent constamment dans le quartier. Des opérations de police ont lieu, au cours desquelles les personnes sont arrêtées et fouillées. Par exemple, au début du mois d’août 2020, il y a eu une opération dans la Neustadt où les flics cherchaient des gens qui portaient des drogues. Au cours de cette opération, 61 personnes ont été contrôlées, 11 personnes ont reçu un rapport. [1]

La présence et la contrôle constante de la police dans la Neustadt est un état de fait qui crée un climat d’insécurité parmi les habitant-e-s. Dans le cadre des manifestations anti-Pegida, les participant-e-s sont régulièrement attaqués par la police.

Mais non seulement à Dresde, mais aussi dans d’autres villes d’Allemagne, le comportement de la police est marqué par la violence. À Hambourg, Francfort et Düsseldorf, des incidents de violence et de mauvaise conduite policière ont été connus ces dernières semaines. Elles font partie d’une série continue et ininterrompue d’incidents de violence par la police.


Pour ces raisons, nous appelons à un rassemblement contre les contrôles de police et la violence policière vendredi, le 4. Septembre 2020 à 19h00 au coin de la Louisenstrasse/Görlitzerstrasse. Il y aura la possibilité d’un micro ouvert, afin que les gens puissent parler de leurs expériences avec la police et exprimer leur mécontentement.


Hard facts:
Quoi? Manif contre les contrôles de police et les violences policières

Quand? 4. Septembre 2020 (vendredi), 19:00h

Où? Au Coin Louisenstrasse/Görlitzerstrasse

[1]https://www.dnn.de/Dresden/Polizeiticker/Dresdner-Neustadt-Polizei-im-Grosseinsatz-gegen-Kriminalitaet

We look out for each other. Solidarität statt Polizei!

Du sitzt auf einer Parkbank, läufst durch dein Viertel, gehst zum Supermarkt oder zu deinem Arbeitsplatz, du stehst an der Haltestelle oder die Polizei klingelt plötzlich an deiner Tür – die Polizei kann alles zum Anlass nehmen, um dich zu kontrollieren. Verschiedene gesetzliche Grundlagen wie z.B. die Einrichtung sog. ‘gefährlicher Orte’, neue Polizeigesetze und jetzt die Coronaverordnungen ermöglichen der Polizei Menschen zu durchsuchen, Personalien festzustellen und angebliches Fehlverhalten zu sanktionieren.

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Polizeiarbeit kontrollieren – Polizeikontrollen dokumentieren!

Durch die Coronaverordnungen sind die Kompetenzen der Polizei so groß wie nie. Aber auch die neuen Polizeigesetze in den einzelnen Ländern, die 2019 fast flächendeckend verabschiedet wurden, erweitern ihre Handlungsspielräume. Zuletzt deutlich geworden ist dies in Bayern. Die TAZ berichtete über mehrere Fälle, in denen Menschen in Präventivgewahrsam genommen wurden, weil sie zum Beispiel alleine auf einer Parkbank saßen um ein Buch zu lesen. Die Polizei argumentiert, dass der Betroffene in der Zelle über sein Verhalten nachdenken soll. So schnell sind die Befürchtungen, die während der NoPolG-Kampagnen (NoPAG in Bayern) von vielen Kritiker*innen formuliert wurden Wahrheit geworden. Die Argumentationen, dass die Präventivhaft für Gefährder*innen angewendet werden soll ist obsolet. Nun werden die Parkbanksitzer*innen zu renitent für diese Gesellschaft und werden deshalb weggesperrt. Bei allen Befürchtungen für die kollektive Gesundheit, das Maß an Grundrechtseinschnitten war schon lange überschritten, dieses Vorgehen schlägt dem Fass den Boden aus.

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Die Polizei während Corona kontrollieren

Das Coronavirus greift nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unsere Gesellschaft an. Die Polizei hat während dieser Krise noch mehr Rechte als zuvor erhalten. Berichte über polizeiliches Fehlverhalten tauchen nun vermehrt in sozialen Netzwerken auf. Mit weniger Menschen auf den Straßen haben wir noch weniger Möglichkeiten, aggressives Verhalten der Strafverfolgungsbehörden zu kontrollieren und uns dagegen zu wehren.

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Nächstes offenes Bündnistreffen von Sachsens Demokratie am 12.09.2019

Liebe Freund*innen und (potentielle) Mitstreiter*innen,

Zur #Unteilbar Demonstration am 24. August 2019 in Dresden waren viele tausend Menschen auf der Straße. Das Bündnis Sachsens Demokratie, welches gemeinsam mit der Künstler*innen-Gruppe Polizeiklasse Dresden einen eigenen Block auf der Großdemonstration organisierte, beteiligte sich auch am Protest.
Dabei wurden im Demo-Bock vor Allem Polizei, Überwachung und Sicherheit thematisiert

Auf unserem nächsten Treffen möchten wir Folgendes besprechen:

– Auswertung der #Unteilbar Demonstration vom 24.08.2019
– Zukunftsperspektiven des Bündnisses Sachsens Demokratie

Deshalb laden wir euch zum nächsten offenen Treffen des Dresdner Bündnisses Sachsens Demokratie ein.
Dieses findet am Donnerstag, den 12.09.2019, 18 Uhr, in der Evangelischen Hochschule (Dürerstraße 25, 01307 Dresden) statt. Der Raum wird auf den digitalen Anzeigen in der Hochschule ausgeschildert oder ist durch Schilder gekennzeichnet.

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